Samstag, 20. September 2008

Das alltägliche Leben

Mal keine Bilder, nur Text wie sich das Leben hier so als Lehrer (und Schüler) gestaltet.

Zum Anfang ein paar Fakten über die Deutsche Schule Shanghai (DSS). Die eigentliche deutsche Schule liegt ganz im Westen der Stadt und hat ca. 1000 Schüler http://www.ds-shanghai.de/ zusammen mit ihr ist die französische Schule im selben Gebäude, welche auch ca. 1000 Schüler hat (inkl. jeweiligem Kindergarten, über Grundschule bis Klasse 12 und somit Abitur).
Die Schule in der ich arbeite liegt im Osten, auf der anderen Seite des Flusses (Pudong "östlich des Flusses"). Sie beherbergt ca. 150 Kinder und wurde im Schuljahr 2007/2008 eröffnet. http://www.pudong.ds-shanghai.de/
Schulbeginn ist um 8:00 morgens, die Kinder werden mit Schulbussen zur Schule gebracht. Ich selbst komme mit dem Staffbus, der um 7:15 vor meinem Compound hält. Fahrtzeit ist ca. 20 Minuten.
Die Stundenverteilung meiner 2. Klasse ist folgendermaßen: 6h Deutsch, 5h Mathe, 3h SU, 2h Kunst, 2h Ethik, 2h Sport, 2h Musik, 1h Bücherei, 1h Computer.
Nach den ersten beiden Stunden gibt es eine 25minütige Pause, danach folgen 3 Stunden am Stück, die nur durch 5 Minutenpausen unterbrochen sind. Nach der 5. Stunde folgt eine einstündige Mittagspause, in der die Schüler in der Kantine zu Mittag essen.
Die Grundschüler haben danach AGs oderHausaufgabenbetreuung, am Mittwoch haben sie bis 15:00 Uhr Unterricht. Die Sekundarstufe hat immer bis 15:00 Unterricht, für sie werden an manchen Tagen AGs von 15-17:00 angeboten.
Ich selbst unterrichte in meiner 2. Klasse, daneben noch Kunst in der Parallelklasse, sowie Ethik in der 5 und Mathe in der 6. Klasse.
Ich selbst habe meist bis 15:00 Schule, danach fährt der Staffbus wieder zurück, oder man hat eben noch Konferenzen, Fortbildungen etc. Das, was man eben auch aus D kennt.
Gegessen wird mittags meist in der Kantine, oder nebenan auf der Straße/ dem Fastfoodchinesen um die Ecke. Abends geht es dann entweder auf die andere Seite des Flusses zum Essengehen mit anderen Kollegen, oder es wird eben kurz was von der STraße geholt, eine leckere Variante. Meine Küche wurde noch nicht benutzt...

Fortbewegungsmittel


So, nach einer etwas vollen Woche bin ich nun am Wochenende in meiner Wohnung und kann die Kisten auspacken, denn der Container kam gestern an. Bilder von der eingerichteten Wohnung kommen noch, diese Woche brauche ich noch für einen der letzten Schliffe ;-).
Um zum Thema zurückzukommen, In Shanghai gibt es einige Arten sich fortzubewegen:
  • zu Fuß: Sehr anstrengend, vor allen Dingen in der momentanen Hitze, langsam.
  • Fahrrad: Schon besser, und auch noch gesund (gibts hier schon ab 25€)
  • der Elektroroller: Darauf fiel meine Wahl, das Teil fährt laut Tacho bis zu 35km/h, man fährt auch auf dem Gehweg, die Reichweite beträgt ca. 40km. Macht einen wahnsinnigen Spaß das Ding durch die Straßen zu bewegen, v.a. weil hier die Verkehrszeichen sowie Ampeln nur Anregungen sind wie man sich verhalten könnte. Für den Roller braucht man auch (soweit ich weiß) keinen chinesischen Führerschein. (ca. 250€)
  • Auto: Würde mir bestimmt auch Spaß machen, wie hier gefahren wird muss man mal selbst erleben. Spurwechsel, fahren auf der Gegenseite, fahren auf der halben Spur, und jeder hat den 360° Blick
  • Bus: das habe ich noch nicht ausprobiert, die Busfahrpläne sind alle nur chinesisch. Sehr gefährlich sind die Busse für Fußgänger, da sie NIE anhalten wenn sie rechts abbiegen (wenn man sich den Autos entgegen stellt halten die zumindest an oder fahren außenrum)
  • Taxi: sehr angenehm, man sollte nur die Adresse in chinesischen Schriftzeichen dabei haben. Oder die Adresse in 3 Stimmlagen udn 5 Betongsformen nennen können. Und merke: Wenn der Taxifahrer "OK" sagt, bedeutet da meist, dass er den Weg NICHT kennt. Und erst noch 3x telefonieren muss. Wenn ihr sagt, dass ihr Deutsche seid ("Wo she deguoren") versuchen sie meist ein Gespräch auf chinesisch über deutsche Autos zu führen und versuchen dann sportlich zu fahren. Die ersten 3 km kosten 1,10€, danach dann jeder Kilometer 27ct, ab 10km wirds teurer
  • U-Bahn: Das Netz wird gerade erweitert, ich finde es eine sehr angenehme Art sich fortzubewegen (außer gegen 17:00 wenn die Menschen in die Bahn geschoben werden). Die Fahrten sind super billig, meist kostet eine Fahrt 40ct. Sitzplätze gibt es allerdings kaum, und als große Langnase muss man sich bücken um nicht an die Haltestangen zu stoßen.

Donnerstag, 11. September 2008

Mein Kollegium

Hier mal ein Bild meines Kollegiums in Pudong




Und noch ein interessantes Interview von SPON:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,576778,00.html

Umzug

Nach 3 Serviceapartmenthotels bin ich nun am Sonntag vor einer Woche in meine neue Wohnung gezogen, aktuelle Bilder gibt es, wenn auch mein Zeug aus D eingetroffen ist (nach Angaben der Spedition sollen die Sachen nächsten Freitag geliefert werden). Ich richte mich dann mal auf Mittwoch ein. Internet habe ich seit heute, gestern meinte der Monteur dann nach einer Stunde, dass er nen Fehler gemacht hätte und morgen wiederkomme. Aber wie meine Kollegin so treffend sagt: Das ist China. Entweder man akzeptiert es oder man geht vor die Hunde.
Und nach einem leckeren Essen an einer Straßenbude gestern abend war ich mit dem Land und seinen Zuständen auch schon wieder mehr als versöhnt.
Hier die Bilder meiner Wohnung:
http://www.majhost.com/cgi-bin/gallery.cgi?f=183435

Kollegiumsausflug nach Moganshan

Letztes Wochenende ging es gleich nach Schulschluss mit Bussen auf eine fünfstündige Fahrt, nach Moganshan. Es wurden Loblieder über die landschaftliche Schönheit gesungen, die Bambuswälder, die Teeanbaugebiete und de Sicht. Nun ja, es blieb dann bei den Erzählungen, die Sicht betrug mit gutem Willen 5m. Nichtsdestotrotz feierten wir am ersten Abend ausgiebig. Untergebracht waren wir in einem netten Hotel. Das Frühstück war westlich/chinesisch, eine gelungene Abwechslung zum sonstigen "nichts" bzw. "Kaffee mit Zucker" am Morgen. Danach ging es auf Wanderung in 100% Luftfeuchtigkeit, troz allem ein großer Spaß, und wir bekamen von der Reiseführerin "the second biggest Letters in Southern China" gezeigt. Wir liefen durch die Bambuswälder (neben Knoblauch der größte Bestandteil der dortigen Küche). Weiterhin sahen wir noch Wasserfälle, konnten vom frischesten Quellwasser trinken und sahen auch die Skulptur von Mo und Gan (Nein, nicht Moe aus den Simpsons). Die Geschichte der beiden lest euch doch einfach bei Wikipedia durch .[sehe gerade, dass dort die Geschichte nicht geschrieben steht. Dann sucht einfach selbst im Internet, es geht um Tod, Kaiser und ein Geschenk). Am Nachmaittag konnte man sich wieder auf Wanderungen begeben, ich entschied mich ann bei dem schönen Wetter dann doch für Snooker.
Am Abend gab es dann für den Austausch zwischen dern Kollegen eine Art Wetten dass?.. und danach wieder Party.

Die restlichen Bilder:
http://www.majhost.com/cgi-bin/gallery.cgi?f=185575


P.S. Hupen ist erlaubt

Montag, 8. September 2008

Lebe noch

Hallo, neue Posts kommen hoffentlich ab Mittwoch, wenn ich auch wieder in meinem neuen Heim online bin.
Gibt einiges Neues :-)