Sonntag, 1. November 2009

Wieder offen

Hallo zusammen,
seit heute ist es wieder möglich, die Blogspotseite zu erreichen.
JUHU!

Nun kann ich also wieder schreiben und ein paar New und Geschichten aus dem Land der Mitte in die Welt hieneingeben.

Ich denke, nächste Woche habe ich ein bisschen Zeit!

Montag, 24. August 2009

Peking

Lang lang ist´s her, aber es wird ja nicht langweiliger dadurch.
Im Mai machten wir uns auf den Weg nach Peking. Ein verlängertes Wochenende
bot sich dafür geradezu an. Nach der Landung und dem Einchecken im Hostel
(auf den Matratzen muss schon Mao geschlafen haben), liehen wir uns Räder
aus und fuhren schnurstracks zur verbotenen Stadt. Als wir auf den
Fahrrädern durch Peking fuhren wurden wir regelmäßig angestarrt, als ob wir
vom Mond kämen.
Die verbotene Stadt ist die ehemalige Residenz des chinesischen Kaisers und
hat enorme Ausmaße. Da man nur in eine Richtung gehen darf hat man eine
Mindeststrecke von 3,5 km zu bewältigen, wenn man die Räder am anderen Ende
stehen hat so wie wir, sind es dann 7km. Weitere Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Verbotene_Stadt Es ist kaum zu glauben, dass
solch ein riesiger Komplex einmal für nur einen Menschen gebaut wurde, wenn
natürlich auch noch weitere Menschen darin lebten, so hatte er doch nur
einen "richtigen" Bewohner, den Kaiser. Noch immer hängt am Eingang der
verbotenen Stadt ein Bildnis Maos, das jedes Jahr frisch gemalt wird.
Nachdem ich das Buch "Wilde Schwäne" gelesen habe, verstehe ich das
Festhalten an Mao nicht mehr.
Weiter ging es dann auf die gegenüberliegende Seite der verbotenen Stadt,
auf den Platz des Himmlischen Friedens, den größten Platz der Welt,
flankiert vom Haus des Volkes, des Nationaltheaters und Maos Mausoleum. Hier
fanden vor 20 Jahren die blutigen Übergriffe auf Demonstranten statt. Ein
anderer Name für den Platz des Himmlischen Friedens ist "Tiananmen-Platz".
Abends ging es dann zum Pekingentenessen, die genauso lecker war wie die,
die wir bisher in Shanghai verspeisten. Zum Nachtisch gab es dann noch auf
dem Nachtmarkt Seidenspinnerraupen und Schlange.
Am nächsten Morgen machten wir uns auf, um zusammen mit einer Kollegin und
ihrem Mann die chinesische Mauer zu erklimmen. Bei bestem Wetter wurden wir
von einem Santana (Urversion) abgeholt und zur Mauer nach Simatai gebracht.
Auf dem Weg dorthin war natürlich auch eine Pinkelpause angesagt, die wir
aber aufgrund unmenschlicher Geruchsbelästigung (und man ist hier einiges
gewöhnt!) wieder abbrachen.
Am Fuße der Mauer angekommen mussten wir uns noch ungefähr 100-200
Höhenmeter abmühen, um auch wirklich "zur Mauer" zu kommen. Aus Rücksicht
auf die beiden Schwangeren haben wir versucht davon so wenig wie möglich per
pedes zu erledigen, sondern sind mit Seilbahn und Zahnradbahn gefahren. Oben
angekommen erschloss sich uns dann die Faszination der Mauer: in beiden
Richtungen bis zum Horizont erstreckt sich die Mauer über die Gebirgszüge.
Ein wirklich beeindruckendes Bauwerk der Menschheitsgeschichte. Nach neusten
Erkenntnissen soll die Mauer 10000km lang sein, also ca. 10x die
Nord-Süd-Achse Deutschlands. Von der Mauer nach unten ging es dann mit
Karacho. An ein Stahlseil im Klettergurt gehängt rutschten wir ca. 1 km über
den See.
Abends ging es dann in ein Restaurant am See, das zwar nicht Preis/Leistung,
dafür einen schönen Blick hatte.
Da wir erst Sonntagabend flogen, fuhren wir am frühen morgen noch zu den
Spielstätten von Olympia 2008. Das "Vogelnest" und die Schwimmhalle sind
wirklich sehr sehenswert und zählen zu den architektonischen Glanzstücken!
Generell betrachtet ist Peking eine ganz andere Stadt als Shanghai. Zum
einen haben sie alle Bautätigkeiten, die Shanghai zur Zeit wegen der Expo
2010 hat, schon hinter sich, zum anderen fehlen die Hochhäuser, die das
Stadtbild von Shanghai sehr stark prägen. Die Stadt ist ruhiger und weniger
hektisch und man hat den Eindruck, dass sie trotz der olympischen Spiele
weniger international geprägt ist.
Eine interessante Begegnung hatten wir noch an unserem Abschiedstag: in
einem Park trafen wir einen ehemaligen Lehrer, der Schriftzeichen mit Wasser
auf den Boden schrieb. Die Kalligraphie ist in China eine große Kunst. Wir
wurden angesprochen und der Meister wollte von uns das lateinische Alphabet
aufgeschrieben haben und hat fleißig mit mir geübt :-).

Hier noch die Bilder:
http://www.majhost.com/cgi-bin/gallery.cgi?f=209808

Donnerstag, 4. Juni 2009

Automobilausstellung

Wen nur die Bilder der Automobilausstellung interessieren kann sich hier mal umsehen:

http://www.majhost.com/cgi-bin/gallery.cgi?f=204484

Die Automobilausstellung in Shanghai - Junggesellenabschied #2

Eins mal vorweg, Junggesellenabschiede, wie wir sie kennen scheinen in Shanghai eher unbekannt zu sein. Zumindest die Polizei hat den Sinn und Zweck nicht so ganz verstanden...

Der Bericht über den ersten Junggesellenabschied folgt, da fehlen noch Bilder, von daher nun erst einmal der zweite.

Heiko (nein, nicht ich, der nun-Mann einer Kollegin) wurde von uns an der Station "Science & Technology Museum" erwartet. Dort ist der Fakemarkt untergebracht, auf dem wir die nötigen Utensilien erwarben.
An dernächsten U-Bahn Station ging es auch schon wieder raus, das Messegelände ist nur ca. 700m entfernt. Für Heiko waren das sehr lange 700m, denn er durfte direkt außerhalb der U-Bahn Station sein Kostüm anziehen. Da wir relativ spät zur Messe kamen, begegneten uns schon Besucherströme. Und deren Augen waren nur auf Heiko gerichtet.
Als wir dann um 17:00 bei der Messe ankamen, wollte man uns nicht mehr hineinlassen, also ging es auf schnellstem Weg durch den Ausgang in die Hallen. Dort sagte Heiko dann stetig sein Sprüchlein auf: "I am getting married next week, and in my country it is the tradition that the groom is making a fool out of himself"
Er sollte Give-Aways einsammeln, die er dann auf der Nanjing Lu, der großen Fußgängereinkaufsstraße, wieder verkaufen sollte.
Dort allerdings kam erst ein Elektropolizeiwägelchen auf uns zu und schaute nach, was wir taten, fuhr dann aber weiter. Nachdem sich wieder ca. 50-100 Chinesen um uns versammelt hatten kamen zwei Polizisten in zivil und teilten uns mit, dass wir aufhören sollten. Ihnen wollten wir die Bedeutung des Junggesellenabschieds auch nicht weiter erläutern. Also ging es in verschiedene Bars um Pandabären vom T-Shirt zu verkaufen.
Nachdem uns Heiko noch entwischt ist und seine Frau gesucht und gefunden hatte, konnten wir die beiden doch wieder trennen und den Junggesellenabend so beschließen, wie er geplant war: Mit einem glücklichen, müden Junggesellen!

Hier wieder der Link für Copy&Paste: http://www.majhost.com/cgi-bin/gallery.cgi?f=204483

Junggesellenabschied der Erste

So, hier der Bericht über Freds Junggesellenabschied. Fred ist jetzt der Gemahl einer Kollegin bei mir an der Schule. Sein Abschied wurde schonb vor den Osterferien zelebriert.
Wir starteten stilvoll im Hofbräuhaus Shanghai. Zu unserer positiven Überraschung trafen wir dort auf die Vorbereitung einer Hochzeitsfeier. Diese Zeremonie ließen wir uns natürlich nicht nehmen und so blieben wir etwas länger um uns die Gesellschaft und das Brimborium genauer anzusehen. Es war teilweise erschreckend, wie lieblos das ganze voon Statten ging. Und in welcher Eile. Es gab einen Countdown vor dem ersten Kuss, Seifenblasen, eine Champagnerpyramide. Diese wurde aber nicht komplett gefüllt, und getrunken hat auch niemand davon, das Brautpaar bekam vorgefertigte Gläser und nach der Feier wurden die vollen Gläser in einer Waschbütte weggebracht. Nachdem wir die Einladung zum Essen ausschlugen machten wir uns auf den Weg in ein Badehaus. Das ist quasi ein kleiner Pool, eine Sauna und Sprudelbecken, getrennt nach Männlein und Weiblein. Nach dem Pool kann man sich massieren und schröpfen lassen, und natürlich auch noch in einem extra Raum eine Stunde lang die Füße massieren lassen. Herrlich!
Zu guter Letzt ging es noch in die Meerestierstraße, wo wir Austern und Flusskrabben genießen konnten. Mal ein etwas anderer Junggesellenabschied, aber nicht weniger spaßig und abwechslungsreich!

Hier die Bilder (bitte den Link in den browser kopieren, durch die Zensur kann ich keine direkten Links mehr einfügen): http://www.majhost.com/cgi-bin/gallery.cgi?f=204482

Mittwoch, 27. Mai 2009

Hoffentlich bald wieder Neuigkeiten

Liebe Leser, leider ist es mir momentan nicht möglich aus China auf die Seite zu kommen. Ich werde versuchen, einen Weg zu finden, euch auf dem Laufenden zu halten. Viele Grüße

Donnerstag, 14. Mai 2009

De Höhner!



So, noch ein Nachtrag vom 11.3.
An diesem Abend waren wir vorzüglich im Stillers essen, anlässlich des Geburtstags einer Kollegin. Bei grandioser Aussicht, bestem Serviceund Gaumenfreuden genossen wir den Abend. Neben der netten "Kollegengesellschaft" war auch unverhoffter Besuch da: "De Höhner"! Und natürlich ließen sie es sich nicht nehmen Conny in Ständchen zu singen.
Hier noch ein kleiner "Beweis" ;-)

Mittwoch, 29. April 2009

Urlaub in Thailand

Bevor die Einträge zu 2 Junggesellenabschieden und einem Besuch im Stillers kommen, hier der Link zu unserem Thailandurlaub:

http://alexandra-shanghainights.blogspot.com/2009/04/thailand-urlaub-trotz-krawallen.html

Montag, 20. April 2009

Jetzt gibt's Bilder





Ich hoffe, ihr hattet schöne Ostern, wir durften sie in Thailand verbringen. Und dort war es wirklich schön, jeden Tag Sonne und mehr als 30°. Den Bericht, den Alex mir versprochen hat werde ich dann auch hier verlinken.
Aber nun zum eigentlichen Thema. Der Blog wurde einen Monat vernachlässigt, da wir Besuch bekamen. eine Woche war mein Dad da, dann zu Beginn der Osterferien kam mein Bruder mit Frau für drei Tage. Dabei wurde mir bewusst, in welch exotischem Land ich doch lebe. Vieles, was ich jeden Tag sehe und deswegen nicht für fotografierenswert erachte wurde bestaunt und geknipst. Deswegen dachte ich mir, dass ich für jeden, der nicht die Chance hat nach Shanghai zu reisen, einmal ein großes Album bereitstelle, in das die "Touri" Fotos kommen.
Um einen Überblick zu geben und da mit ihr euch ungefähr zurechtfinden könnt: Viele Bilder entstanden in der "Altstadt", eines meiner Lieblingsbezirke. Dort zu flanieren ist immer wieder schön, die Menschen bei ihrer alltäglichen Arbeit (Mahjong spielen, schlachten, Gemüse verkaufen) zu beobachten.
Die meisten der Hochäuser die "modern" aussehen stehen auf der östlichen Seite des Flusses "Pudong" im Finanzdistrikt. Herausragend hier der "Flaschenöffner", das momentan höchste Gebäude Shanghais, dann der Jin Mao Tower, ein Gebäude im STil der cinesischen Architektur, sowie der "Oriental Pearl", der Fernsehturm.
Auf der anderen, der "alten" Seite des Flusses dann (Puxi) sieht man den "Bund", an dem viele alte schöne Gebäude stehen, die gerade renoviert werden (europäische Architektur).
Weitere Häuser mit europäischer Architektur finden sich in der French Concession.

An kulinarischen Leckereien sind beispielsweise eine chinesische Haxe,
Pekingente, Skorpione, und natürlich die Eisbar, in der man bei -18°C 350 Wodkasorten probieren kann :-)

HIER DIE RESTLICHEN BILDER

Sonntag, 15. März 2009

Hundecontent

Nachdem es in meinem Lieblingsblog öfters Schafscontent gibt, und Alex auch gerade einen Hundebeitrag schrieb, muss ich wohl auch einige Bilder mit euch teilen.
Die ersten beiden sind innerhalb von 3 Minuten in meinem Compound aufgenommen worden.
Leider kann man den Hund in der Kiste nicht so gut erkennen. Hund und Kinder müssen hier selten sich selbst bewegen, sie werden eigtl. immer getragen.

Den Hund mit SUpermankostüm verpasste ich leider zu fotografieren, dafür gibt es noch den armen rasierten Hund hier:
Den gab es beim "Pet Club" bei mir an der Ecke zu bestaunen.

Mittwoch, 4. März 2009

Emirates für 330€ nach Shanghai und zurück

Eine kurze Info für die, die noch vor den Sommerferien nach Shanghai kommen wollen. Bei EMirates gibt es gerade Flüge hin und zurück für 330 EUR.
http://www.emirates.com/de/german/destinations_offers/special_offers/special_fares/special_fares.aspx?id=408576#408576

Einfach kurz ne Mail schicken, ob zu eurem gewünschten Datum schon jemand das Gästezimmer okkupiert.
Ich empfehle euch ja über das WE am 13. Juni zu kommen...

Sonntag, 1. März 2009

Wochenendtrip nach Nanjing

So,
endlich ist der ganze Stress etwas abgeebbt und ich finde Zeit einen kleinen Bericht über unseren (noch 2 weitere Pärchen und zwei anderen Kolleginnen) Ausflug nach Nanjing zu schreiben.

Freitag nachmittag ging es los, schön getrennt in ein Männer- und ein Frauenauto. Im Männerauto (Polo) gab es natürlich gutes Suntory Fahrbier. Nachdem Karsten kurzfristig wegen Krankheit abgesagt hatte konnte es sich Fred auf der Rückbank auch gemütlich machen und die sportliche Fahrweise des anderen Heiko schlafend genießen. Die Frauen im Passat hatten es da ein wenig enger, aber dafür vom Federungskomfort ungleich komfortabler.
Nach 300 km kamen wir am ABend in Nanjing an, und aßen in einem sehr guten Restaurant zu Abend: Ein Fischrestaurant, bei dem man sich wirklich alles, was man essen wollte vorher aussuchte und dann zubereitet bekam. Muscheln in allen Varianten, Fisch, Krabben usw.

Danach ging es dann nur noch ins Hotel, das etwas außerhalb in Luhe gelegen war. Am nächsten Morgen, die Eselswagen hatten wir verpasst, ging es dann auf Heikos Baustelle. Die Textilspinnerei ist fast fertig und es war sehr interessant, die ganzen Arbeitsabläufe und Baustrukturen in der noch nicht betriebsbereiten Firma zu sehen. Zu mittag gab es dann selbstgemachte Dumplings, von denen man fast nicht genug essen konnte. Sie waren fantastisch!
Hier noch die Unterkunft des Managements.


Im Anschluss fuhren wir eine Kollegin zum Bahnhof, da sie ebenfalls wegen Krankheit den Trip nicht fortsetzen konnte. Die verbliebene Truppe machte sich dann auf den Weg zur Stadtmauer. Diese ist die längste Stadtmauer der Welt, genaue Länge bitte bei Wikipedia erfragen. Neben der Stadtmauer hat Nanjing auch einen sehr schönen See zu bieten, der die Stadt wohnenswert macht. Auch die geringe Größe macht die Stadt sehr sympathisch.
Nach einer kurzen Kraftrückholpause mit fantastischem Kuchen und Stückchen machten wir uns auf den Weg zur nahe gelegenen Therme. -Ein Traum-
Viele kleine Becken, die jeweils eine Temperaturdifferenz von einem Grad hatten, von 39°C bis 45°C. Dazu verschiedene Saunen, und, nicht zu vergessen, ein Becken, in das man sich zu Fischen begibt. Diese knabbern dann Hautschuppen, Hornhaut etc ab. Eine kitzlige, aber nicht unangenehme Erfahrung. ABgerundet wurde das ganze dann von einer einstündigen Ölmassage für die Herren, bzw. einer einstündigen Gesichtsmassage für die Damen. Unfassbar, dass sie dadurch noch hübscher wurden :-). Um 1 Uhr wurde man dann hinauskomplimentiert, und wir fuhren völlig entspannt ins Hotel.
Am nächsten Tag dann Regenwetter, passend zu unserem letzten Programmpunkt, der der Geschichte gewidmet sein sollte. Wir besuchten das Massakermuseum. Es erzählt die Geschcihte des Massakers, welches die Japaner Ende der 30er Jahre in Nanjing durchgeführt haben.
Ein Teil der Menschheitsgeschichte, den man in Europa meist gar nicht kennt (mir war er komplett neu). Sehr grausam, was die Japaner damals taten, Innerhalb von 6 Wochen wurden 300000 Menschen umgebracht.

DIE RESTLICHEN BILDER (KLICK)

Montag, 23. Februar 2009

Lego bauen

Bevor der große Bericht über das Wochenende in Nanjing kommt, hier mal wieder ein Link zu einem Bericht, den ein Bekannter geschrieben hat.
Bilder deutsch, Text französisch.
Viel paß beim Lesen

http://www.freelug.org/article.php3?id_article=869

Montag, 19. Januar 2009

Sonntagnachmittagbummel

Nachdem wir am Samstag bereits im Yu Garden eine der Haupttouristenattraktionen abklapperten (vielleicht kommt ein Bericht von Alexandra?), nahmen wir uns für Sonntag einen Bummel durch die French Concession vor. Mit dem Taxi fuhren wir bis zur Chanle Lu Maoming Lu (ihr könnt euch nun also denken, was das Wort "Lu" bedeutet). Dort erst einmal ein wenig orientieren und sich fragen, was diese Menschen tun, die Plastikbeutel mit einem roten Herz tragen nd ebensolche Sticker verteilen. Nach kurzer Nachfrage die Erklärung, dass es sich um eine Sammlung für Kinder handelt, welche in Not sind. Da wurde ich natürlich von samaritanischem Mitleid gepackt und habe alles Geld, welches sich in meinem Portmonee befand gespendet. Im Gegenzug dafür gab es dann einen Sticker auf die Jacke, der mich vor weiteren Sammlungen verschonte.
Nach wenigen Metern schon die erste Erfolgsmeldung: Es gibt auch in normalen (eher independent) Kleidungsläden zumindest Pullover in meiner und Alex' Größe. Als Give-Away zu Chinese New Year gab es dann noch ein paar Bilder. Wie ich eben in meiner wöchentlichen Chinesischstunde lernte ist da unter anderem Caifan drauf, ein Mann der hier den Geldregen bringen soll. Näheres zu Chinese New Year dann nächste Woche, wenn wir den "Krieg" überlebt haben.
Zurück zum Thema, nach dem freudigen Ereignis des Pulloverkaufs (schwer zu lesen wie mir gerade auffällt) gab es erst einmal sehr leckere Dumplings, an einer Eke der Ruijin Lu, erinnert mich daran, dass ich mit euch auch dorthin gehe, wenn ihr zu Besuch kommt.
Danach haben wir uns auf das Bummeln beschränkt, aber auch da gab es genug zu sehen. Diese Ein- und Ausblicke möchte ich euch nicht vorenthalten:


Achja, da war dann noch die Kaugummipromotion vor dem einen Kaufhaus:

Sonntag, 4. Januar 2009

Frohes Neues Jahr!

So schnell kann es gehen, 47 Stunden nachdem ich diesen Blick hatte:


konnte ich schon wieder diesen aus der Badewanne genießen:



Ich muss sagen, man vermisst schon so ein bisschen die Hochhäuser, und als ich am Flughafen ankam musste ich erts mal lachen als die Chinesen versuchten mich für "only 400 RMB) also 40 Euro nach Hause zu fahren (normalerweise kostet es 130 RMB mit dem Taxi).
Als es dann gestern abend leckere Nudeln beim Nudelmann um die Ecke gab war ich wieder ganz zu Hause. Fehlt nur noch die bessere Hälfte, aber die kommt in 3,5h an.

Viel Spaß beim Lesen in diesem Jahr, ich freue mich auch über Kommentare :-)

Samstag, 13. Dezember 2008

Abflug in 30h

Zeit für ein kleines Resümee über die ersten 4 Monate, außerdem gibt es noch einiges aus den letzten Wochen zu berichten!

Fangen wir mal mit dem Shanghai Marathon an, den ganzen bin ich nicht mitgelaufen, aber immerhin den "Healthrun" von 4,5km. Was auch nicht immer einfach war, denn wie man es hier so kennt stehen die mitlaufenden Chinesen auch einfach mal so auf der Straße, telefonieren oder sind sonst einfach unberechenbar. Es hat aber viel Spaß gemacht, auch durch die abgesperrte Stadt zu laufen und endlich einmal zu sehen, dass die Busse für einen anhalten (Wenn ihr zu Besuch kommt: Habt Respekt vor den Bussen, die halten NIE für einen Fußgänger der vor ihnen die Straße quert! PKWs schon eher.)

Kommen wir passend zur Jahreszeit zu den Weihnachtsaktivitäten der Deustchen Schule Shanghai. Zum Einen gibt es an beiden Campi einen Weihnachtsbasar mit Glühwein, Waffeln und Bratwürstchen, sowie einigen Darbietungen von AGs. Die Eltern haben schöne Sachen gebastelt, welche man dann erwerben konnte. Mit dem Erlös wird unter anderem ein Mindstorms NXT Kasten für meine AG finanziert, DANKE!
Am Eurocampus war letzten Freitag Jingle Bell Run, Zweier Teams laufen 20, 30 oder 60 Minuten auf dem Sportplatz abwechselnd immer eine Runde. Dazu gibt es dann Glühwein und Crepes, eine schöne Veranstaltung, da Teelichter die Laufstrecke säumen.
Gestern hatten wir noch eine schulinterne Weihnachtsfeier mit Kindern und Eltern, jede Klasse führte etwas vor, mein Ethikkurs der fünften Klasse hatte ein Krippenspiel geschrieben und aufgeführt, es wurde ein voller Erfolg.

Letztes Wochenende waren Alex und ich beim Schokoladenbuffet im Shangri-La Pudong. Wirklich fantastisch, was dort geboten wurde, neben einer kelinen Auswahl an warmen Speisen ohne Schokolade gab es Pralines in den verschiedensten Geschmackrichtungen. Dazu dann noch eine Harfen- sowie eine Querflötenspielerin, sehr weihnachtlich...

Am Sonntag gab es dann endlich wieder einmal Feuerzangenbowle, die wir mit Kollegen zubereiteten und währenddessen auch sahen.

Am Dienstag war Jahresabschlussessen vom Innercircle Shanghai, wir waren zu siebt Pekingente essen, dazu gab es noch ca. 20 weitere Gerichte, unter anderem fritierte Skorpione. Ein leckerer Snack, aber die Pekingente war einfach fantastisch.


Kommen wir zum Resümee der ersten vier Monate in Shanghai.
Sowohl beruflich als auch privat kann ich nur sagen, dass ich sehr froh bin diesen Schritt getan zu haben.
Was man hier erlebt ist schwierig in Worte zu fassen, es ist so anders als das, was man kennt. Und wie soll man es dann versuchen den Menschen, die man in Deutschland zurück gelassen hat zu erklären? Ich denke vieles würde mit Unverständnis, wenn nicht gar mit Vorwürfen kommentiert. Ich kann dann nur sagen: Es ist anders, kommt her und schaut es euch an, aber auch in 2 Wochen Urlaub kann man diese Stadt, dieses Land nicht begreifen. Es geht mir noch immer so, dass ich hier so vieles nicht verstehe. Wenn ich auf dme Fakemarkt bin und endlich einen normalen Preis für etwas ausgehandelt habe, kommt mir der Verkäufer gleich beim nächsten Stück wieder mit einem absurd hohen Preis.
Wenn ich auf einer vierspurigen Straße morgens um sieben fahre verstehe ich nicht, wie da mitten auf der Straße ein Pelone steht und ein Arbeiter Beton von der Straße kehrt, ohne vorherige Information. Das Leben ist anders hier, sehr viel anders. Und es ist wichtig zu wissen, dass das Leben nur hier so ist, und man sich in Deutschland wieder anders verhält. Aber hier, in Shanghai, verhält man sich eben anders.
Ich kann es noch gar nicht glauben, dass ich morgen abend im Flieger nach Hause sitze und mich eine deutsche Ordnung und vor allen Dingen Ruhe erwartet. Kein Straßenverkäufer dort steht und gebratenen Reis verkaufen will. Dass einen alle Menschen auf einmal wieder verstehen.

Ich freue mich, möglichst viele von euch wieder zu sehen!
Erreichen könnt ihr mich über meine alte Handynummer und das Festnetz meiner Eltern.
Ich wünsche euch ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch (Yeah, ich bin auf Langeoog :-) )

Und hier noch ein Beispiel für den Versuch Chinas, uns Westlern einen Gefallen zu tun, der Baum steht im Foyer meines Hauses:

Montag, 1. Dezember 2008

Kart fahren


So, schon eine Woche her, und den Bericht habe ich auch nicht selbst geschrieben. Daher entschuldigt die Einseitigkeit des Berichts, wo ich doch sonst so auf Objektivität Wert lege :-)

Hier der Bericht

Advent in Shanghai

Nun ist es also schon wieder soweit. Die Adventszeit beginnt, Weihnachten rückt näher und es soll besinnlich werden. OK, letzte Woche war das Adventsbasteln in der Schule, das wäre schon mal abgehakt. Ich wollte gerne Servietten als Windlicht einlaminieren, aber Servietten mit Weihnachtsmotiven zu finden ist in Shanghai ein Ding der Unmöglichkeit (ja, auch bei Ikea gab es keine). So wurde also kurzfristig umdisponiert und Lichterhäuser in meiner Klasse gebastelt. Jetzt ist das Schulhaus schön geschmückt, und auch zu Hause steht ein Lichterhaus :-).
Was fehlt noch? Natürlich, der Adventskranz. Auch der steht hier in der Wohnung, Alex hat mir einen gesteckt *freu*.
Noch ein paar Filzteile von Deutschland ausgelegt, und schon fühlt man sich wie in Westeuropa. Ach nein, da war ja noch der Weihnachtsbaum den mir die Vormieter im Kleiderschrank hinterließen. Den also rausgeholt, an die Steckdose angeschlossen und erst mal nen kleinen Schock bekommen. Blaues Licht, flackernd in verschiedenen Intervallen.
Das muss erst mal getoppt werden. Wurde auch, das ganze gibt es auch noch mit bunten Lampen...
Am Samstag vor dem ersten Advent war in beiden Campi der DSS Weihnachtsmarkt, schade, denn so konnte man nur bei der eigenen Schule sehen was so alles geboten wird. In Pudong waren das Bratwürste, Glühwein, Maronen, Suppe, Adventkränze und andere von Elternhand gebastelte Dinge. Zur allgemeinen Unterhaltung führten einige AGs wie Chor und Dynamic Moves Beispiele ihrer Arbeit vor. Ein wirklich schöner Markt, ich hörte, dass auch der Markt in Puxi sehr sehenswert war.

Freitag, 28. November 2008

Der alltägliche Alltag

Mal zwei kurze Episoden bzw. eine Episode und ein Bild ohne Worte.

Der Plastikgriff meines Mopedakkus ist abgebrochen (jaja, Made in China...), also musste ein neuer her, diesmal aus Metall. Zum Glück hat man hierin jeder 3. Straße einen Metallverarbeitenden Betrieb (OK; Garage wäre auch ein angemessener Begriff). Nachdem verschiedene Werkstoffe geprüft wurden hat der Handlanger dann ein Metallband in der richtigen Länge abgeflext. Da es aber noch ein wenig schmal war nahm er dann die Handflex und flexte auf der Schmalseite noch ca. 3mm derLänge nach ab. Natürlich ohne Sicherheitshandschuh, mit dem normalen Wollhandschuh.

Bei einem Preis von 10 RMB (1,10€) hatte ich auch keine Lust zu handeln. Als ich dann allerdings auch den zweiten Griff ersetzt haben wollte hatten sie das Metall nicht mehr da, also "meio". Naja, da kann man nix machen, muss ich demnächst mal wieder vorbeischauen.

Und hier noch ein schönes Bild, wie man mit dem Bagger schneller vorwärts kommt (Leider Handykamera):


Ach, doch noch 2 Erlebnisse der letzten beiden Tage auf dem Weg zur Schule:
4spurige Straße, links auf der Spur hält ein Rollerfahrer an, weil er telefonieren muss.

Heute morgen, dreispurige Straße: Auf einmal Stau, alle Autos verlassen die mittlere Spur. Ein Wagen mit steht mit Warnblinker auf der Spur, die Frau telefoniert gerade...
Alltäglicher Wahnsinn auf Shanghais Straßen

Donnerstag, 20. November 2008

Der Deutsche Ball




So, mal wieder ein gesellshaftliches Ereignis in Shanghai, zu dem wir unbedingt hin wollten. Ich, zu einem Ball, mit tanzen? Ja, also das war ja dann irgendwie doch nebensächlich und wir haben ja auch 2x vorher geübt, aber dazu dann später. Über Alexandras Mitbewohnerin kamen wir eine Woche vor dem Ball an die (von uns) begehrten Karten und lasen dann die Kleiderordnung "Black Tie", sowie das Motto "Black and White".
Nun ja, Smoking hatte ich sogar aus Deutschland mitgebracht, der musste nur ein wenig geändert werden. Das Kleid zu finden dachte ich sei schwieriger, aber der Stoffmarkt bescherte uns eine Fülle von Bildern "I can copy", so dass das Kleid innerhalb einer Woche perfekt geschneidert wurde. Der Stofmarkt ist ja schon ein Thema für sich, man möchte sich bei jeder neuen Anprobe wieder einen neuen Anzug oder Mantel oder Hemd nähen lassen. Ist ja billiger als in Deutschland im Laden, und bisher habe ich auch immer Glück gehabt. Nun ja, Kleid war also kein Problem, die Schuhe der Dame dann doch eher, Größe 40 ist quasi unmöglich in China zu bekommen, sie musste dann in 39 den Abend verbringen.
Nachdem wir erst mal durch das halbe Hyatt gelotst wurden (Menschen, die Schilder halten scheinen günstiger zu sein als Hinweistafeln), kamen wir endlich zum richtigen Eingang und bekamen einen Begrüßungssekt.
Nach dem obligatorischen Eintrag auf der Gästetafel, der Eröffnung und dem Öffnen der Saaltüren ging es ruhig und gelassen (wie ungewöhnlich für China) in den Ballsaal.
Nach dem Eröffnungswalzer (den tanzten wir leider nicht) ging es gleich los mit Partymusik, die Band spielte alles von Abba bis Schlager.
Das Buffet war großartig, allein an den Vorspeisen konnte man sich gütlichst tun, sie reichten von Antipasti über Austern bis Kaviar. Zum Hauptgang gab es dann viel Lamm, aber auch Fisch sowie Pasta. Ein absolutes Highlight war das Nachtischbuffet mit einer Eisbar (im doppelten Sinne), frischen Waffeln, Kaiserschmarrn, was das Herz eben begehrte.
Zwischendurch wurde immer wieder getanzt, und zu dem guten Essen gab es ebenso vorzügliche Weine.
Interessant waren natürlich auch die anderen Personen anzuschauen, da gab es von Füchsen über der Schulter bis zu Chinesinnen mit Doppel-D alles.
Bei der Verlosung, bei der es unter anderem einen Business-Class Trip nach Europa mit LH gab, waren wir leider nicht unter den Glücklichen.
Alles in allem ein gelungener Abend, der nach einer Wiederholung im nächsten Jahr schreit!

Hier alle Bilder: http://www.majhost.com/cgi-bin/gallery.cgi?f=190637