Montag, 1. Dezember 2008

Kart fahren


So, schon eine Woche her, und den Bericht habe ich auch nicht selbst geschrieben. Daher entschuldigt die Einseitigkeit des Berichts, wo ich doch sonst so auf Objektivität Wert lege :-)

Hier der Bericht

Advent in Shanghai

Nun ist es also schon wieder soweit. Die Adventszeit beginnt, Weihnachten rückt näher und es soll besinnlich werden. OK, letzte Woche war das Adventsbasteln in der Schule, das wäre schon mal abgehakt. Ich wollte gerne Servietten als Windlicht einlaminieren, aber Servietten mit Weihnachtsmotiven zu finden ist in Shanghai ein Ding der Unmöglichkeit (ja, auch bei Ikea gab es keine). So wurde also kurzfristig umdisponiert und Lichterhäuser in meiner Klasse gebastelt. Jetzt ist das Schulhaus schön geschmückt, und auch zu Hause steht ein Lichterhaus :-).
Was fehlt noch? Natürlich, der Adventskranz. Auch der steht hier in der Wohnung, Alex hat mir einen gesteckt *freu*.
Noch ein paar Filzteile von Deutschland ausgelegt, und schon fühlt man sich wie in Westeuropa. Ach nein, da war ja noch der Weihnachtsbaum den mir die Vormieter im Kleiderschrank hinterließen. Den also rausgeholt, an die Steckdose angeschlossen und erst mal nen kleinen Schock bekommen. Blaues Licht, flackernd in verschiedenen Intervallen.
Das muss erst mal getoppt werden. Wurde auch, das ganze gibt es auch noch mit bunten Lampen...
Am Samstag vor dem ersten Advent war in beiden Campi der DSS Weihnachtsmarkt, schade, denn so konnte man nur bei der eigenen Schule sehen was so alles geboten wird. In Pudong waren das Bratwürste, Glühwein, Maronen, Suppe, Adventkränze und andere von Elternhand gebastelte Dinge. Zur allgemeinen Unterhaltung führten einige AGs wie Chor und Dynamic Moves Beispiele ihrer Arbeit vor. Ein wirklich schöner Markt, ich hörte, dass auch der Markt in Puxi sehr sehenswert war.

Freitag, 28. November 2008

Der alltägliche Alltag

Mal zwei kurze Episoden bzw. eine Episode und ein Bild ohne Worte.

Der Plastikgriff meines Mopedakkus ist abgebrochen (jaja, Made in China...), also musste ein neuer her, diesmal aus Metall. Zum Glück hat man hierin jeder 3. Straße einen Metallverarbeitenden Betrieb (OK; Garage wäre auch ein angemessener Begriff). Nachdem verschiedene Werkstoffe geprüft wurden hat der Handlanger dann ein Metallband in der richtigen Länge abgeflext. Da es aber noch ein wenig schmal war nahm er dann die Handflex und flexte auf der Schmalseite noch ca. 3mm derLänge nach ab. Natürlich ohne Sicherheitshandschuh, mit dem normalen Wollhandschuh.

Bei einem Preis von 10 RMB (1,10€) hatte ich auch keine Lust zu handeln. Als ich dann allerdings auch den zweiten Griff ersetzt haben wollte hatten sie das Metall nicht mehr da, also "meio". Naja, da kann man nix machen, muss ich demnächst mal wieder vorbeischauen.

Und hier noch ein schönes Bild, wie man mit dem Bagger schneller vorwärts kommt (Leider Handykamera):


Ach, doch noch 2 Erlebnisse der letzten beiden Tage auf dem Weg zur Schule:
4spurige Straße, links auf der Spur hält ein Rollerfahrer an, weil er telefonieren muss.

Heute morgen, dreispurige Straße: Auf einmal Stau, alle Autos verlassen die mittlere Spur. Ein Wagen mit steht mit Warnblinker auf der Spur, die Frau telefoniert gerade...
Alltäglicher Wahnsinn auf Shanghais Straßen

Donnerstag, 20. November 2008

Der Deutsche Ball




So, mal wieder ein gesellshaftliches Ereignis in Shanghai, zu dem wir unbedingt hin wollten. Ich, zu einem Ball, mit tanzen? Ja, also das war ja dann irgendwie doch nebensächlich und wir haben ja auch 2x vorher geübt, aber dazu dann später. Über Alexandras Mitbewohnerin kamen wir eine Woche vor dem Ball an die (von uns) begehrten Karten und lasen dann die Kleiderordnung "Black Tie", sowie das Motto "Black and White".
Nun ja, Smoking hatte ich sogar aus Deutschland mitgebracht, der musste nur ein wenig geändert werden. Das Kleid zu finden dachte ich sei schwieriger, aber der Stoffmarkt bescherte uns eine Fülle von Bildern "I can copy", so dass das Kleid innerhalb einer Woche perfekt geschneidert wurde. Der Stofmarkt ist ja schon ein Thema für sich, man möchte sich bei jeder neuen Anprobe wieder einen neuen Anzug oder Mantel oder Hemd nähen lassen. Ist ja billiger als in Deutschland im Laden, und bisher habe ich auch immer Glück gehabt. Nun ja, Kleid war also kein Problem, die Schuhe der Dame dann doch eher, Größe 40 ist quasi unmöglich in China zu bekommen, sie musste dann in 39 den Abend verbringen.
Nachdem wir erst mal durch das halbe Hyatt gelotst wurden (Menschen, die Schilder halten scheinen günstiger zu sein als Hinweistafeln), kamen wir endlich zum richtigen Eingang und bekamen einen Begrüßungssekt.
Nach dem obligatorischen Eintrag auf der Gästetafel, der Eröffnung und dem Öffnen der Saaltüren ging es ruhig und gelassen (wie ungewöhnlich für China) in den Ballsaal.
Nach dem Eröffnungswalzer (den tanzten wir leider nicht) ging es gleich los mit Partymusik, die Band spielte alles von Abba bis Schlager.
Das Buffet war großartig, allein an den Vorspeisen konnte man sich gütlichst tun, sie reichten von Antipasti über Austern bis Kaviar. Zum Hauptgang gab es dann viel Lamm, aber auch Fisch sowie Pasta. Ein absolutes Highlight war das Nachtischbuffet mit einer Eisbar (im doppelten Sinne), frischen Waffeln, Kaiserschmarrn, was das Herz eben begehrte.
Zwischendurch wurde immer wieder getanzt, und zu dem guten Essen gab es ebenso vorzügliche Weine.
Interessant waren natürlich auch die anderen Personen anzuschauen, da gab es von Füchsen über der Schulter bis zu Chinesinnen mit Doppel-D alles.
Bei der Verlosung, bei der es unter anderem einen Business-Class Trip nach Europa mit LH gab, waren wir leider nicht unter den Glücklichen.
Alles in allem ein gelungener Abend, der nach einer Wiederholung im nächsten Jahr schreit!

Hier alle Bilder: http://www.majhost.com/cgi-bin/gallery.cgi?f=190637

Fahrt zur Organic Farm

Nachdem das Thema „Gemüse, Obst und gesunde Ernährung“ abgeschlossen wurde, ließen wir es uns nicht nehmen, noch zu einer Biogemüseplantage zu fahren um auch zu sehen, wo das Gemüse wirklich her kommt. Durch unseren Busmanager Michael konnten wir auch kurzfristig einen Bus bekommen, der uns nach 1,5h Fahrt sicher zur Farm brachte. Dort wurden wir von Eva, der einzigen deutschen Angestellten erwartet und gleich zu einem Rundgang über die Felder und durch die Treibhäuser mitgenommen. Gleich am Anfang konnten wir sehen wir Chilischoten wachsen und durften auch für uns selbst welche pflücken. Die meisten Kinder wollen die Kerne auch zu Hause selbst einpflanzen, um eine eigene Chiliplantage zu eröffnen. Man darf gespannt sein .
Kurz darauf war für uns Erde und Töpfchen vorbereitet, um chinesischen Spinat zu pflanzen. Die Töpfchen durften die Kinder mitnehmen und versuchen nun diesen zu Hause hoch zu päppeln. Im nächsten Gewächshaus waren Karotten gepflanzt, auch hier durften die Kinder ernten und das Grün…
…Ja, das war natürlich toll, sie durften das Grüne der Karotten an leibhaftige Ziegen verfüttern. Da machte es auch nichts mehr, dass kein Fußball zum Spielen da war, die Ziegen übertrafen alle Erwartungen.
Zum Abschluss durften wir noch einen Blick in die Verpackungshalle werfen und dort Biogemüse für zu Hause einkaufen.
Alles in allem war es ein sehr schöner Ausflug, den man nur empfehlen kann!

Dienstag, 11. November 2008

Klassenfahrt!

Am Montag, den 3.11. ging es für alle Zweitklässler zum ersten Mal auf Klassenfahrt. Ziel waren die Wasserstädte Suzhou und Mudu. Nach einer knapp zweistündigen Fahrt erreichten wir die Seidenfabrik in Suzhou. Dort hatten wir eine interessante Führung, die auch die Kinder spannend fanden. Unter anderem wurde erklärt, dass der Kokon aus einem 1km langen Seidenfaden besteht. Nach der Seidenfabrik ging es zu einem leckeren Buffet, an dem es alles gab, was das Kinderherz begehrte. OK, keine Pommes, aber die gab es dafür abends. „The good behaviour“ der Kinder wurde von den anderen Restaurantbesuchern öfters angesprochen, danke auch für die Vorarbeit der Eltern .
Nach dem guten Essen und einem kurzen Fangenspielen auf dem Busparkplatz ging es weiter nach Suzhou, wo wir eine sehr schöne Bootsfahrt auf einem der Kanäle unternahmen. Nach der Besichtigung eines mehr als 500 Jahre alten Hauses ging es dann endlich ins Hotel zur Zimmeraufteilung.Kurze Zeit später hieß es „Action auf der großen Wiese“. Da wurde Federball, Seilhüpfen, Fußball gegen die Lehrer und so manches mehr gespielt. Völlig geschafft ging es dann fix unter die Dusche und zum Abendessen, das ziemlich chinesisch geprägt war (von den Pommes mal abgesehen) und sehr lecker war. Nach einer kurzen Nachtwanderung und dem Vorlesen ging es auch sehr müde ins Bett.
Der zweite Tag brachte wie auch der erste Sonnenschein, sodass wir uns nach dem Frühstück auf den Weg machten, um in zwei sehr schöne Parks zu gehen. Die Kinder konnten dort Drachen steigen lassen und auf den Spielplätzen spielen. Abends gab es dann wieder eine Nachtwanderung und es wurde weiter aus dem Sams vorgelesen. Bevor wir wieder am Mittwoch nach Hause fuhren, machten wir noch eine kurze Bootsfahrt in Mudu, um dann in die chinesische Kalligrafie eingeführt zu werden. Jedes Kind durfte einen Fächer mit chinesischen Schriftzeichen versehen, ein tolles Andenken und Mitbringsel von der Klassenfahrt. Ziemlich erschöpft kehrten wir dann gegen 14:45 wieder zur Schule zurück, wo die Eltern schon sehnsuchtsvoll ihre Kinder erwarteten!

Hier alle Bilder: http://www.majhost.com/cgi-bin/gallery.cgi?f=189546

Freitag, 17. Oktober 2008

Reisebericht Yunnan

So, nach langer Abstinenz ein neuer Eintrag. Vor 2 Wochen waren hier schon wieder Herbstferien (eine Woche) und ich nutzte die Zeit um mit 4 Kolleginnen sowie einer Freundin aus D eine Reise nach Yunnan zu unternehmen. Das liegt an der Westgrenze zu Tibet, sehr ländlich, auch wenn es ein paar (chinesisch) kleine Städte mit 3-4 Millionen Einwohnern hat.
Von Shanghai flogen wir nach Kunming, dort sahen wir uns den Stone Forest an.

Auf dem Rückweg besichtigten wir dann eine Teefabrik (ja, so ähnlich wie in der Türkei die Teppichfahrten).
Abends ging es gleich weiter mit dem Nachtzug nach Dali. Wir hatten Softsleeper gebucht aber die Befürchtung mit Chinesen in einem Abteil zu sein. Dies bewahrheitete sich glücklicherweise nicht, wir hatten ein VIP Dreierabteil sowie ein Viererabteil, in welchem Ein Franzose noch ein Bett für sein Gepäck gebucht hatte (die Familie sahen wir dann während der gesamten Reise, wie auch eine weitere Familie von der Deutschen Schule). Fortuna war uns weiterhin hold, so dass ein Dreierabteil leer war und wir so aus dem Dreier- sowie dem Viererabteil jeweils ein Zweierabteil machen konnten.

Die Betten waren kurz aber bequem, die sanitären Anlagen dann doch eher gewöhnungsbedürftig, vergleichbar mit den Silberlingen aus D. Im Zimmer gab es aber ne Waschschüssel sowie Wasser in der Thermoskanne.
In Dali schauten wir uns dann frühmorgens (vor den chinesischen Touris) die Altstadt an. Besonders interessant war hie rein Geschäft in dem es nur Streichholzschachteln mit allen möglichen und auch oder vor allen Dinegn unmöglichen Motiven gab. Danach kurzes Einchecken, dann eine kleine Wanderung am Berg. Der chinesische Führer wollte uns davon abhalten und machte stark wellenähgnliche Bewegungen, der Weg ging aber völlig plan und gut ausgebaut am Berg entlang. Abends gab es dann leckeres Essen in einem Restaurant mit Schaben an der Wand - man gewöhnt sich an alles.
Am nächsten Morgen ging es weiter nach Lijian, eine größere Stadt mit einer großen Altstadt. Mittags voll, abends richtig voll, man kommt sich ein bisschen vor wie auf Mallorca was die Restaurants angeht. Hier konnten wir am ersten Abend Ingwertee trinken, ein richtig leckeres Getränk und von da an jedesmal auf einer Restaurantrechnung. Zunächst gingen wir aber die Altstadt erkunden, die Mädels kauften Schals und wollten später unbedingt auf einen Berg steigen, Alex und mir reichte allerdings der Regen am See und so verpaste ich den Endzeitblick auf Lijian. Naja, die Fotos könnt ihr ja trotzdem sehen :-)
Am nächsten Tag fuhren wir dann in ein kleines Kaff in dem Joseph Rock, ein Österreicher oder Australier, gelebt hat und chinesish übersetzt hat. Mit ihm dabei war sein Koch. Die 15 RMB Eintritt schenkten wir uns, so wichtig war er nun auch wieder nicht. Danach gings zu einem Kloster mit wahnsinnig vielen Bewegungsmeldern, wo man auch hinkam, auf einmal sangen irgendwelche Frauen oder es spielte ein Mann auf der Mundharmonika. Ging man weiter stoppte die "Musik" wieder. Danach machten wir einen längeren Spaziergang durchs Allgäu (konnte man zumindest von Luft, Landschaft und Kühen meinen). Er endete bei Dr. Ho, the most admired man in the world. Er meinte bei mir keine Schäden zu erkennen, außer gelegentlichen rückenschmerzen. Dafür gab er mir dann ein Pulver mit, welches ich mit Alkohol vermischen und dann einmassieren lassen soll. Ich bin gespannt, ich hoffe es dieses WE ausprobieren zu können.
Am nächsten Morgen fuhren wir zu unserem Bergwanderstartpunkt, ca. 1800m üNN.
Vor uns lag ein anstrengender Bergmarsch, der uns auf 2600m üNN bringen sollte. Übernachtet wurde dann in einem Guesthouse, welches sehr gemütlich war und vor allen Dingen leckeres Essen zubereitete. Der Blick während der Wanderung über den Yangtze war wirklich wunderschön.
Die letzten 2 Tage verbrachten wir noch in Shangri-La, wo wir uns unter anderem das zweitgrößte? Kloster nach Lhasa ansahen. Am letzten Abend aßen wir noch tibetischen HotPot und hatten Spaß bei "Weißwein" und schnick schnack schnuck spielen mit Chinesen, die im gleichen Restaurant waren.


Alle Bilder: http://www.majhost.com/cgi-bin/gallery.cgi?f=188311