Samstag, 13. Dezember 2008

Abflug in 30h

Zeit für ein kleines Resümee über die ersten 4 Monate, außerdem gibt es noch einiges aus den letzten Wochen zu berichten!

Fangen wir mal mit dem Shanghai Marathon an, den ganzen bin ich nicht mitgelaufen, aber immerhin den "Healthrun" von 4,5km. Was auch nicht immer einfach war, denn wie man es hier so kennt stehen die mitlaufenden Chinesen auch einfach mal so auf der Straße, telefonieren oder sind sonst einfach unberechenbar. Es hat aber viel Spaß gemacht, auch durch die abgesperrte Stadt zu laufen und endlich einmal zu sehen, dass die Busse für einen anhalten (Wenn ihr zu Besuch kommt: Habt Respekt vor den Bussen, die halten NIE für einen Fußgänger der vor ihnen die Straße quert! PKWs schon eher.)

Kommen wir passend zur Jahreszeit zu den Weihnachtsaktivitäten der Deustchen Schule Shanghai. Zum Einen gibt es an beiden Campi einen Weihnachtsbasar mit Glühwein, Waffeln und Bratwürstchen, sowie einigen Darbietungen von AGs. Die Eltern haben schöne Sachen gebastelt, welche man dann erwerben konnte. Mit dem Erlös wird unter anderem ein Mindstorms NXT Kasten für meine AG finanziert, DANKE!
Am Eurocampus war letzten Freitag Jingle Bell Run, Zweier Teams laufen 20, 30 oder 60 Minuten auf dem Sportplatz abwechselnd immer eine Runde. Dazu gibt es dann Glühwein und Crepes, eine schöne Veranstaltung, da Teelichter die Laufstrecke säumen.
Gestern hatten wir noch eine schulinterne Weihnachtsfeier mit Kindern und Eltern, jede Klasse führte etwas vor, mein Ethikkurs der fünften Klasse hatte ein Krippenspiel geschrieben und aufgeführt, es wurde ein voller Erfolg.

Letztes Wochenende waren Alex und ich beim Schokoladenbuffet im Shangri-La Pudong. Wirklich fantastisch, was dort geboten wurde, neben einer kelinen Auswahl an warmen Speisen ohne Schokolade gab es Pralines in den verschiedensten Geschmackrichtungen. Dazu dann noch eine Harfen- sowie eine Querflötenspielerin, sehr weihnachtlich...

Am Sonntag gab es dann endlich wieder einmal Feuerzangenbowle, die wir mit Kollegen zubereiteten und währenddessen auch sahen.

Am Dienstag war Jahresabschlussessen vom Innercircle Shanghai, wir waren zu siebt Pekingente essen, dazu gab es noch ca. 20 weitere Gerichte, unter anderem fritierte Skorpione. Ein leckerer Snack, aber die Pekingente war einfach fantastisch.


Kommen wir zum Resümee der ersten vier Monate in Shanghai.
Sowohl beruflich als auch privat kann ich nur sagen, dass ich sehr froh bin diesen Schritt getan zu haben.
Was man hier erlebt ist schwierig in Worte zu fassen, es ist so anders als das, was man kennt. Und wie soll man es dann versuchen den Menschen, die man in Deutschland zurück gelassen hat zu erklären? Ich denke vieles würde mit Unverständnis, wenn nicht gar mit Vorwürfen kommentiert. Ich kann dann nur sagen: Es ist anders, kommt her und schaut es euch an, aber auch in 2 Wochen Urlaub kann man diese Stadt, dieses Land nicht begreifen. Es geht mir noch immer so, dass ich hier so vieles nicht verstehe. Wenn ich auf dme Fakemarkt bin und endlich einen normalen Preis für etwas ausgehandelt habe, kommt mir der Verkäufer gleich beim nächsten Stück wieder mit einem absurd hohen Preis.
Wenn ich auf einer vierspurigen Straße morgens um sieben fahre verstehe ich nicht, wie da mitten auf der Straße ein Pelone steht und ein Arbeiter Beton von der Straße kehrt, ohne vorherige Information. Das Leben ist anders hier, sehr viel anders. Und es ist wichtig zu wissen, dass das Leben nur hier so ist, und man sich in Deutschland wieder anders verhält. Aber hier, in Shanghai, verhält man sich eben anders.
Ich kann es noch gar nicht glauben, dass ich morgen abend im Flieger nach Hause sitze und mich eine deutsche Ordnung und vor allen Dingen Ruhe erwartet. Kein Straßenverkäufer dort steht und gebratenen Reis verkaufen will. Dass einen alle Menschen auf einmal wieder verstehen.

Ich freue mich, möglichst viele von euch wieder zu sehen!
Erreichen könnt ihr mich über meine alte Handynummer und das Festnetz meiner Eltern.
Ich wünsche euch ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch (Yeah, ich bin auf Langeoog :-) )

Und hier noch ein Beispiel für den Versuch Chinas, uns Westlern einen Gefallen zu tun, der Baum steht im Foyer meines Hauses:

Montag, 1. Dezember 2008

Kart fahren


So, schon eine Woche her, und den Bericht habe ich auch nicht selbst geschrieben. Daher entschuldigt die Einseitigkeit des Berichts, wo ich doch sonst so auf Objektivität Wert lege :-)

Hier der Bericht

Advent in Shanghai

Nun ist es also schon wieder soweit. Die Adventszeit beginnt, Weihnachten rückt näher und es soll besinnlich werden. OK, letzte Woche war das Adventsbasteln in der Schule, das wäre schon mal abgehakt. Ich wollte gerne Servietten als Windlicht einlaminieren, aber Servietten mit Weihnachtsmotiven zu finden ist in Shanghai ein Ding der Unmöglichkeit (ja, auch bei Ikea gab es keine). So wurde also kurzfristig umdisponiert und Lichterhäuser in meiner Klasse gebastelt. Jetzt ist das Schulhaus schön geschmückt, und auch zu Hause steht ein Lichterhaus :-).
Was fehlt noch? Natürlich, der Adventskranz. Auch der steht hier in der Wohnung, Alex hat mir einen gesteckt *freu*.
Noch ein paar Filzteile von Deutschland ausgelegt, und schon fühlt man sich wie in Westeuropa. Ach nein, da war ja noch der Weihnachtsbaum den mir die Vormieter im Kleiderschrank hinterließen. Den also rausgeholt, an die Steckdose angeschlossen und erst mal nen kleinen Schock bekommen. Blaues Licht, flackernd in verschiedenen Intervallen.
Das muss erst mal getoppt werden. Wurde auch, das ganze gibt es auch noch mit bunten Lampen...
Am Samstag vor dem ersten Advent war in beiden Campi der DSS Weihnachtsmarkt, schade, denn so konnte man nur bei der eigenen Schule sehen was so alles geboten wird. In Pudong waren das Bratwürste, Glühwein, Maronen, Suppe, Adventkränze und andere von Elternhand gebastelte Dinge. Zur allgemeinen Unterhaltung führten einige AGs wie Chor und Dynamic Moves Beispiele ihrer Arbeit vor. Ein wirklich schöner Markt, ich hörte, dass auch der Markt in Puxi sehr sehenswert war.

Freitag, 28. November 2008

Der alltägliche Alltag

Mal zwei kurze Episoden bzw. eine Episode und ein Bild ohne Worte.

Der Plastikgriff meines Mopedakkus ist abgebrochen (jaja, Made in China...), also musste ein neuer her, diesmal aus Metall. Zum Glück hat man hierin jeder 3. Straße einen Metallverarbeitenden Betrieb (OK; Garage wäre auch ein angemessener Begriff). Nachdem verschiedene Werkstoffe geprüft wurden hat der Handlanger dann ein Metallband in der richtigen Länge abgeflext. Da es aber noch ein wenig schmal war nahm er dann die Handflex und flexte auf der Schmalseite noch ca. 3mm derLänge nach ab. Natürlich ohne Sicherheitshandschuh, mit dem normalen Wollhandschuh.

Bei einem Preis von 10 RMB (1,10€) hatte ich auch keine Lust zu handeln. Als ich dann allerdings auch den zweiten Griff ersetzt haben wollte hatten sie das Metall nicht mehr da, also "meio". Naja, da kann man nix machen, muss ich demnächst mal wieder vorbeischauen.

Und hier noch ein schönes Bild, wie man mit dem Bagger schneller vorwärts kommt (Leider Handykamera):


Ach, doch noch 2 Erlebnisse der letzten beiden Tage auf dem Weg zur Schule:
4spurige Straße, links auf der Spur hält ein Rollerfahrer an, weil er telefonieren muss.

Heute morgen, dreispurige Straße: Auf einmal Stau, alle Autos verlassen die mittlere Spur. Ein Wagen mit steht mit Warnblinker auf der Spur, die Frau telefoniert gerade...
Alltäglicher Wahnsinn auf Shanghais Straßen

Donnerstag, 20. November 2008

Der Deutsche Ball




So, mal wieder ein gesellshaftliches Ereignis in Shanghai, zu dem wir unbedingt hin wollten. Ich, zu einem Ball, mit tanzen? Ja, also das war ja dann irgendwie doch nebensächlich und wir haben ja auch 2x vorher geübt, aber dazu dann später. Über Alexandras Mitbewohnerin kamen wir eine Woche vor dem Ball an die (von uns) begehrten Karten und lasen dann die Kleiderordnung "Black Tie", sowie das Motto "Black and White".
Nun ja, Smoking hatte ich sogar aus Deutschland mitgebracht, der musste nur ein wenig geändert werden. Das Kleid zu finden dachte ich sei schwieriger, aber der Stoffmarkt bescherte uns eine Fülle von Bildern "I can copy", so dass das Kleid innerhalb einer Woche perfekt geschneidert wurde. Der Stofmarkt ist ja schon ein Thema für sich, man möchte sich bei jeder neuen Anprobe wieder einen neuen Anzug oder Mantel oder Hemd nähen lassen. Ist ja billiger als in Deutschland im Laden, und bisher habe ich auch immer Glück gehabt. Nun ja, Kleid war also kein Problem, die Schuhe der Dame dann doch eher, Größe 40 ist quasi unmöglich in China zu bekommen, sie musste dann in 39 den Abend verbringen.
Nachdem wir erst mal durch das halbe Hyatt gelotst wurden (Menschen, die Schilder halten scheinen günstiger zu sein als Hinweistafeln), kamen wir endlich zum richtigen Eingang und bekamen einen Begrüßungssekt.
Nach dem obligatorischen Eintrag auf der Gästetafel, der Eröffnung und dem Öffnen der Saaltüren ging es ruhig und gelassen (wie ungewöhnlich für China) in den Ballsaal.
Nach dem Eröffnungswalzer (den tanzten wir leider nicht) ging es gleich los mit Partymusik, die Band spielte alles von Abba bis Schlager.
Das Buffet war großartig, allein an den Vorspeisen konnte man sich gütlichst tun, sie reichten von Antipasti über Austern bis Kaviar. Zum Hauptgang gab es dann viel Lamm, aber auch Fisch sowie Pasta. Ein absolutes Highlight war das Nachtischbuffet mit einer Eisbar (im doppelten Sinne), frischen Waffeln, Kaiserschmarrn, was das Herz eben begehrte.
Zwischendurch wurde immer wieder getanzt, und zu dem guten Essen gab es ebenso vorzügliche Weine.
Interessant waren natürlich auch die anderen Personen anzuschauen, da gab es von Füchsen über der Schulter bis zu Chinesinnen mit Doppel-D alles.
Bei der Verlosung, bei der es unter anderem einen Business-Class Trip nach Europa mit LH gab, waren wir leider nicht unter den Glücklichen.
Alles in allem ein gelungener Abend, der nach einer Wiederholung im nächsten Jahr schreit!

Hier alle Bilder: http://www.majhost.com/cgi-bin/gallery.cgi?f=190637

Fahrt zur Organic Farm

Nachdem das Thema „Gemüse, Obst und gesunde Ernährung“ abgeschlossen wurde, ließen wir es uns nicht nehmen, noch zu einer Biogemüseplantage zu fahren um auch zu sehen, wo das Gemüse wirklich her kommt. Durch unseren Busmanager Michael konnten wir auch kurzfristig einen Bus bekommen, der uns nach 1,5h Fahrt sicher zur Farm brachte. Dort wurden wir von Eva, der einzigen deutschen Angestellten erwartet und gleich zu einem Rundgang über die Felder und durch die Treibhäuser mitgenommen. Gleich am Anfang konnten wir sehen wir Chilischoten wachsen und durften auch für uns selbst welche pflücken. Die meisten Kinder wollen die Kerne auch zu Hause selbst einpflanzen, um eine eigene Chiliplantage zu eröffnen. Man darf gespannt sein .
Kurz darauf war für uns Erde und Töpfchen vorbereitet, um chinesischen Spinat zu pflanzen. Die Töpfchen durften die Kinder mitnehmen und versuchen nun diesen zu Hause hoch zu päppeln. Im nächsten Gewächshaus waren Karotten gepflanzt, auch hier durften die Kinder ernten und das Grün…
…Ja, das war natürlich toll, sie durften das Grüne der Karotten an leibhaftige Ziegen verfüttern. Da machte es auch nichts mehr, dass kein Fußball zum Spielen da war, die Ziegen übertrafen alle Erwartungen.
Zum Abschluss durften wir noch einen Blick in die Verpackungshalle werfen und dort Biogemüse für zu Hause einkaufen.
Alles in allem war es ein sehr schöner Ausflug, den man nur empfehlen kann!

Dienstag, 11. November 2008

Klassenfahrt!

Am Montag, den 3.11. ging es für alle Zweitklässler zum ersten Mal auf Klassenfahrt. Ziel waren die Wasserstädte Suzhou und Mudu. Nach einer knapp zweistündigen Fahrt erreichten wir die Seidenfabrik in Suzhou. Dort hatten wir eine interessante Führung, die auch die Kinder spannend fanden. Unter anderem wurde erklärt, dass der Kokon aus einem 1km langen Seidenfaden besteht. Nach der Seidenfabrik ging es zu einem leckeren Buffet, an dem es alles gab, was das Kinderherz begehrte. OK, keine Pommes, aber die gab es dafür abends. „The good behaviour“ der Kinder wurde von den anderen Restaurantbesuchern öfters angesprochen, danke auch für die Vorarbeit der Eltern .
Nach dem guten Essen und einem kurzen Fangenspielen auf dem Busparkplatz ging es weiter nach Suzhou, wo wir eine sehr schöne Bootsfahrt auf einem der Kanäle unternahmen. Nach der Besichtigung eines mehr als 500 Jahre alten Hauses ging es dann endlich ins Hotel zur Zimmeraufteilung.Kurze Zeit später hieß es „Action auf der großen Wiese“. Da wurde Federball, Seilhüpfen, Fußball gegen die Lehrer und so manches mehr gespielt. Völlig geschafft ging es dann fix unter die Dusche und zum Abendessen, das ziemlich chinesisch geprägt war (von den Pommes mal abgesehen) und sehr lecker war. Nach einer kurzen Nachtwanderung und dem Vorlesen ging es auch sehr müde ins Bett.
Der zweite Tag brachte wie auch der erste Sonnenschein, sodass wir uns nach dem Frühstück auf den Weg machten, um in zwei sehr schöne Parks zu gehen. Die Kinder konnten dort Drachen steigen lassen und auf den Spielplätzen spielen. Abends gab es dann wieder eine Nachtwanderung und es wurde weiter aus dem Sams vorgelesen. Bevor wir wieder am Mittwoch nach Hause fuhren, machten wir noch eine kurze Bootsfahrt in Mudu, um dann in die chinesische Kalligrafie eingeführt zu werden. Jedes Kind durfte einen Fächer mit chinesischen Schriftzeichen versehen, ein tolles Andenken und Mitbringsel von der Klassenfahrt. Ziemlich erschöpft kehrten wir dann gegen 14:45 wieder zur Schule zurück, wo die Eltern schon sehnsuchtsvoll ihre Kinder erwarteten!

Hier alle Bilder: http://www.majhost.com/cgi-bin/gallery.cgi?f=189546

Freitag, 17. Oktober 2008

Reisebericht Yunnan

So, nach langer Abstinenz ein neuer Eintrag. Vor 2 Wochen waren hier schon wieder Herbstferien (eine Woche) und ich nutzte die Zeit um mit 4 Kolleginnen sowie einer Freundin aus D eine Reise nach Yunnan zu unternehmen. Das liegt an der Westgrenze zu Tibet, sehr ländlich, auch wenn es ein paar (chinesisch) kleine Städte mit 3-4 Millionen Einwohnern hat.
Von Shanghai flogen wir nach Kunming, dort sahen wir uns den Stone Forest an.

Auf dem Rückweg besichtigten wir dann eine Teefabrik (ja, so ähnlich wie in der Türkei die Teppichfahrten).
Abends ging es gleich weiter mit dem Nachtzug nach Dali. Wir hatten Softsleeper gebucht aber die Befürchtung mit Chinesen in einem Abteil zu sein. Dies bewahrheitete sich glücklicherweise nicht, wir hatten ein VIP Dreierabteil sowie ein Viererabteil, in welchem Ein Franzose noch ein Bett für sein Gepäck gebucht hatte (die Familie sahen wir dann während der gesamten Reise, wie auch eine weitere Familie von der Deutschen Schule). Fortuna war uns weiterhin hold, so dass ein Dreierabteil leer war und wir so aus dem Dreier- sowie dem Viererabteil jeweils ein Zweierabteil machen konnten.

Die Betten waren kurz aber bequem, die sanitären Anlagen dann doch eher gewöhnungsbedürftig, vergleichbar mit den Silberlingen aus D. Im Zimmer gab es aber ne Waschschüssel sowie Wasser in der Thermoskanne.
In Dali schauten wir uns dann frühmorgens (vor den chinesischen Touris) die Altstadt an. Besonders interessant war hie rein Geschäft in dem es nur Streichholzschachteln mit allen möglichen und auch oder vor allen Dinegn unmöglichen Motiven gab. Danach kurzes Einchecken, dann eine kleine Wanderung am Berg. Der chinesische Führer wollte uns davon abhalten und machte stark wellenähgnliche Bewegungen, der Weg ging aber völlig plan und gut ausgebaut am Berg entlang. Abends gab es dann leckeres Essen in einem Restaurant mit Schaben an der Wand - man gewöhnt sich an alles.
Am nächsten Morgen ging es weiter nach Lijian, eine größere Stadt mit einer großen Altstadt. Mittags voll, abends richtig voll, man kommt sich ein bisschen vor wie auf Mallorca was die Restaurants angeht. Hier konnten wir am ersten Abend Ingwertee trinken, ein richtig leckeres Getränk und von da an jedesmal auf einer Restaurantrechnung. Zunächst gingen wir aber die Altstadt erkunden, die Mädels kauften Schals und wollten später unbedingt auf einen Berg steigen, Alex und mir reichte allerdings der Regen am See und so verpaste ich den Endzeitblick auf Lijian. Naja, die Fotos könnt ihr ja trotzdem sehen :-)
Am nächsten Tag fuhren wir dann in ein kleines Kaff in dem Joseph Rock, ein Österreicher oder Australier, gelebt hat und chinesish übersetzt hat. Mit ihm dabei war sein Koch. Die 15 RMB Eintritt schenkten wir uns, so wichtig war er nun auch wieder nicht. Danach gings zu einem Kloster mit wahnsinnig vielen Bewegungsmeldern, wo man auch hinkam, auf einmal sangen irgendwelche Frauen oder es spielte ein Mann auf der Mundharmonika. Ging man weiter stoppte die "Musik" wieder. Danach machten wir einen längeren Spaziergang durchs Allgäu (konnte man zumindest von Luft, Landschaft und Kühen meinen). Er endete bei Dr. Ho, the most admired man in the world. Er meinte bei mir keine Schäden zu erkennen, außer gelegentlichen rückenschmerzen. Dafür gab er mir dann ein Pulver mit, welches ich mit Alkohol vermischen und dann einmassieren lassen soll. Ich bin gespannt, ich hoffe es dieses WE ausprobieren zu können.
Am nächsten Morgen fuhren wir zu unserem Bergwanderstartpunkt, ca. 1800m üNN.
Vor uns lag ein anstrengender Bergmarsch, der uns auf 2600m üNN bringen sollte. Übernachtet wurde dann in einem Guesthouse, welches sehr gemütlich war und vor allen Dingen leckeres Essen zubereitete. Der Blick während der Wanderung über den Yangtze war wirklich wunderschön.
Die letzten 2 Tage verbrachten wir noch in Shangri-La, wo wir uns unter anderem das zweitgrößte? Kloster nach Lhasa ansahen. Am letzten Abend aßen wir noch tibetischen HotPot und hatten Spaß bei "Weißwein" und schnick schnack schnuck spielen mit Chinesen, die im gleichen Restaurant waren.


Alle Bilder: http://www.majhost.com/cgi-bin/gallery.cgi?f=188311

Freitag, 10. Oktober 2008

Werbung für ..?


Na, auf was seid ihr gekommen?

Es ist:
Mayonaise!


Ich wäre nicht auf die Idee gekommen. Aber die Firma stellt auch Marmelade her, da ist das Baby ebenfalls drauf.

Mayonaise kommt hier auch pur in den Hotpot, ein Mittelding zwischen Suppe und Fondue. Oder auch als pures Salatdressing...

Samstag, 20. September 2008

Das alltägliche Leben

Mal keine Bilder, nur Text wie sich das Leben hier so als Lehrer (und Schüler) gestaltet.

Zum Anfang ein paar Fakten über die Deutsche Schule Shanghai (DSS). Die eigentliche deutsche Schule liegt ganz im Westen der Stadt und hat ca. 1000 Schüler http://www.ds-shanghai.de/ zusammen mit ihr ist die französische Schule im selben Gebäude, welche auch ca. 1000 Schüler hat (inkl. jeweiligem Kindergarten, über Grundschule bis Klasse 12 und somit Abitur).
Die Schule in der ich arbeite liegt im Osten, auf der anderen Seite des Flusses (Pudong "östlich des Flusses"). Sie beherbergt ca. 150 Kinder und wurde im Schuljahr 2007/2008 eröffnet. http://www.pudong.ds-shanghai.de/
Schulbeginn ist um 8:00 morgens, die Kinder werden mit Schulbussen zur Schule gebracht. Ich selbst komme mit dem Staffbus, der um 7:15 vor meinem Compound hält. Fahrtzeit ist ca. 20 Minuten.
Die Stundenverteilung meiner 2. Klasse ist folgendermaßen: 6h Deutsch, 5h Mathe, 3h SU, 2h Kunst, 2h Ethik, 2h Sport, 2h Musik, 1h Bücherei, 1h Computer.
Nach den ersten beiden Stunden gibt es eine 25minütige Pause, danach folgen 3 Stunden am Stück, die nur durch 5 Minutenpausen unterbrochen sind. Nach der 5. Stunde folgt eine einstündige Mittagspause, in der die Schüler in der Kantine zu Mittag essen.
Die Grundschüler haben danach AGs oderHausaufgabenbetreuung, am Mittwoch haben sie bis 15:00 Uhr Unterricht. Die Sekundarstufe hat immer bis 15:00 Unterricht, für sie werden an manchen Tagen AGs von 15-17:00 angeboten.
Ich selbst unterrichte in meiner 2. Klasse, daneben noch Kunst in der Parallelklasse, sowie Ethik in der 5 und Mathe in der 6. Klasse.
Ich selbst habe meist bis 15:00 Schule, danach fährt der Staffbus wieder zurück, oder man hat eben noch Konferenzen, Fortbildungen etc. Das, was man eben auch aus D kennt.
Gegessen wird mittags meist in der Kantine, oder nebenan auf der Straße/ dem Fastfoodchinesen um die Ecke. Abends geht es dann entweder auf die andere Seite des Flusses zum Essengehen mit anderen Kollegen, oder es wird eben kurz was von der STraße geholt, eine leckere Variante. Meine Küche wurde noch nicht benutzt...

Fortbewegungsmittel


So, nach einer etwas vollen Woche bin ich nun am Wochenende in meiner Wohnung und kann die Kisten auspacken, denn der Container kam gestern an. Bilder von der eingerichteten Wohnung kommen noch, diese Woche brauche ich noch für einen der letzten Schliffe ;-).
Um zum Thema zurückzukommen, In Shanghai gibt es einige Arten sich fortzubewegen:
  • zu Fuß: Sehr anstrengend, vor allen Dingen in der momentanen Hitze, langsam.
  • Fahrrad: Schon besser, und auch noch gesund (gibts hier schon ab 25€)
  • der Elektroroller: Darauf fiel meine Wahl, das Teil fährt laut Tacho bis zu 35km/h, man fährt auch auf dem Gehweg, die Reichweite beträgt ca. 40km. Macht einen wahnsinnigen Spaß das Ding durch die Straßen zu bewegen, v.a. weil hier die Verkehrszeichen sowie Ampeln nur Anregungen sind wie man sich verhalten könnte. Für den Roller braucht man auch (soweit ich weiß) keinen chinesischen Führerschein. (ca. 250€)
  • Auto: Würde mir bestimmt auch Spaß machen, wie hier gefahren wird muss man mal selbst erleben. Spurwechsel, fahren auf der Gegenseite, fahren auf der halben Spur, und jeder hat den 360° Blick
  • Bus: das habe ich noch nicht ausprobiert, die Busfahrpläne sind alle nur chinesisch. Sehr gefährlich sind die Busse für Fußgänger, da sie NIE anhalten wenn sie rechts abbiegen (wenn man sich den Autos entgegen stellt halten die zumindest an oder fahren außenrum)
  • Taxi: sehr angenehm, man sollte nur die Adresse in chinesischen Schriftzeichen dabei haben. Oder die Adresse in 3 Stimmlagen udn 5 Betongsformen nennen können. Und merke: Wenn der Taxifahrer "OK" sagt, bedeutet da meist, dass er den Weg NICHT kennt. Und erst noch 3x telefonieren muss. Wenn ihr sagt, dass ihr Deutsche seid ("Wo she deguoren") versuchen sie meist ein Gespräch auf chinesisch über deutsche Autos zu führen und versuchen dann sportlich zu fahren. Die ersten 3 km kosten 1,10€, danach dann jeder Kilometer 27ct, ab 10km wirds teurer
  • U-Bahn: Das Netz wird gerade erweitert, ich finde es eine sehr angenehme Art sich fortzubewegen (außer gegen 17:00 wenn die Menschen in die Bahn geschoben werden). Die Fahrten sind super billig, meist kostet eine Fahrt 40ct. Sitzplätze gibt es allerdings kaum, und als große Langnase muss man sich bücken um nicht an die Haltestangen zu stoßen.

Donnerstag, 11. September 2008

Mein Kollegium

Hier mal ein Bild meines Kollegiums in Pudong




Und noch ein interessantes Interview von SPON:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,576778,00.html

Umzug

Nach 3 Serviceapartmenthotels bin ich nun am Sonntag vor einer Woche in meine neue Wohnung gezogen, aktuelle Bilder gibt es, wenn auch mein Zeug aus D eingetroffen ist (nach Angaben der Spedition sollen die Sachen nächsten Freitag geliefert werden). Ich richte mich dann mal auf Mittwoch ein. Internet habe ich seit heute, gestern meinte der Monteur dann nach einer Stunde, dass er nen Fehler gemacht hätte und morgen wiederkomme. Aber wie meine Kollegin so treffend sagt: Das ist China. Entweder man akzeptiert es oder man geht vor die Hunde.
Und nach einem leckeren Essen an einer Straßenbude gestern abend war ich mit dem Land und seinen Zuständen auch schon wieder mehr als versöhnt.
Hier die Bilder meiner Wohnung:
http://www.majhost.com/cgi-bin/gallery.cgi?f=183435

Kollegiumsausflug nach Moganshan

Letztes Wochenende ging es gleich nach Schulschluss mit Bussen auf eine fünfstündige Fahrt, nach Moganshan. Es wurden Loblieder über die landschaftliche Schönheit gesungen, die Bambuswälder, die Teeanbaugebiete und de Sicht. Nun ja, es blieb dann bei den Erzählungen, die Sicht betrug mit gutem Willen 5m. Nichtsdestotrotz feierten wir am ersten Abend ausgiebig. Untergebracht waren wir in einem netten Hotel. Das Frühstück war westlich/chinesisch, eine gelungene Abwechslung zum sonstigen "nichts" bzw. "Kaffee mit Zucker" am Morgen. Danach ging es auf Wanderung in 100% Luftfeuchtigkeit, troz allem ein großer Spaß, und wir bekamen von der Reiseführerin "the second biggest Letters in Southern China" gezeigt. Wir liefen durch die Bambuswälder (neben Knoblauch der größte Bestandteil der dortigen Küche). Weiterhin sahen wir noch Wasserfälle, konnten vom frischesten Quellwasser trinken und sahen auch die Skulptur von Mo und Gan (Nein, nicht Moe aus den Simpsons). Die Geschichte der beiden lest euch doch einfach bei Wikipedia durch .[sehe gerade, dass dort die Geschichte nicht geschrieben steht. Dann sucht einfach selbst im Internet, es geht um Tod, Kaiser und ein Geschenk). Am Nachmaittag konnte man sich wieder auf Wanderungen begeben, ich entschied mich ann bei dem schönen Wetter dann doch für Snooker.
Am Abend gab es dann für den Austausch zwischen dern Kollegen eine Art Wetten dass?.. und danach wieder Party.

Die restlichen Bilder:
http://www.majhost.com/cgi-bin/gallery.cgi?f=185575


P.S. Hupen ist erlaubt

Montag, 8. September 2008

Lebe noch

Hallo, neue Posts kommen hoffentlich ab Mittwoch, wenn ich auch wieder in meinem neuen Heim online bin.
Gibt einiges Neues :-)

Sonntag, 24. August 2008

Was sonst noch so letzte Woche war

Hier noch ein grober Abriss über die letzte Woche:

Lehrerkonferenzen, Einführungsseminar mit einem netten Grillen auf dem Balkon des Lehrerzimmers (beliefert wurden wir von einem deutschen Metzger, sehr lecker!)
Außerdem waren wir noch am Dienstag in der Vue Bar, mit Blick über beide Stadtteile Shanghais. Etwas, was jeder Besuch live sehen sollte!


Auch italienisches Essen ist hier ganz OK, bei Papa Mario.

Auf dem Weg dorthin kam ich an einer riesigen Baustelle vorbei, wo bis auf wenige Häuser bereits alles abgerissen wurde. In den Häusern wohnten aber noch Menschen.

Umgezogen bin ich 2x, immer näher an meine eigentliche Schule, das zweite Serviceapartment war leider mit Mitbewohnern, was das Wohnen eher unattraktiv machte! Nun wohne ich also in Pudong. Hier der Blick aus dem zweiten Apartment. Das blaue Gebäude ist im Übrigen ein Parkhaus, in dem das Auto im Fahrstul auf seinen Platz gebracht wird.






Für TF mal ein Bild von der Postsortierstelle:

Leckeres Hefe gab es im Barbarosse (7,50€),

außerdem waren wir noch in einem stylischen japanischen Restaurant, bei dem man erst mal die Hand in die richtige Lichtröhre legen muss um die Tür zu öffnen.

Am Freitag war ich mit einigeen Kollegen noch einmal bei Olympia-Fußball, Belgien-Brasilien, Spiel um Platz 3. Brasilien gewann (in der Höhe nicht verdient) mit 3:0. Wie auch beim ersten Spiel wurden Fouls und Abseitsentscheidungen nicht in der Wiederholung auf derLeinwand gezeigt.
http://www.majhost.com/cgi-bin/gallery.cgi?f=184182

18h in Shanghai

Die letzten Tage müssen aufgearbeitet werden, und da gestern sehr viel war mache ich gleich mit diesem Tag weiter.
Gestartet habe ich den Tag um 12:00 Uhr am Jing An Tempel. Hier gibt es leider keine Bilder, aber da findet ihr bestimmt was im Internet :-). Wir (Karsten, ein Kollege) haben den Tempel besucht, leider gerade eingerüstet aber trotzdem recht interessant anzusehen. Danach ging es dann zu Fuß ins "Spot", dort erkundigten wir uns, ob denn Bundesliga übertragen wird (dazu dann später), dabei entdeckten wir die Flasche "Blauer Bock".



Danach dann zu Karstens Wohnung, die beiden Bilder sind vom Balkon aus gemacht, mal wieder ein deutliches Bild welche Extreme in China aufeinandertreffen. Neues und Altes, Reich und Arm, West und Ost.

Auf dem Weg zur Wohnung kamen wir am Jin-An Park vorbei, ein Platz, an dem man mal auftanken kann, eine der Inseln, die wir uns suchen sollen, so der Rat des Rektors.



Im Park (wie auch in Oldtown) spielten jede Menge Männer Karten oder das Steinespiel. Meist stand eine große Gruppe drumherum. Wie hier üblich waren die meisten Mitspieler mit Pyjama bekleidet.

In diesem Park gab es auch das "Grab der unbekannten Sekretärin"


Nach der Wohnungsbesichtigung fuhren wir nach "Chinatown", ins alte Shanghai. Dort hat man wieder den Unterschied gespürt und erlebt, der zwischen dem Alten und dem Neuen besteht.
Lebensmittel wurden auf der Straße verkauft, Hühnern der Hals aufgeschnitten


und frisch verkauft, Garküchen boten alles an, was das Herz begehrt: Wir aßen uns durch: Hühnerherzen, dann gab es Tofu, danach Chickenwings und Schweinerippen, als Serviette einen Hefekloß und zu guter letzt Brot aus dem Kugelofen. Die Brote kommen in diesen Ofen und werden an die Wand geklebt. Wenn dann ein Kunde kommt wird das Brot näher ans Feuer geklebt, so dass es schneller fertig wird.Es war fantastisch lecker, ich freue mich schon auf den nächsten Besuch in dieser ganz anderen Welt. Neben den Leckereien kauften wir auch noch Maoshirts (seht ihr dann später).

Danach ging es dann zum Stoffmarkt, wo wir uns schon mal über Preise für Hemden, Anzüge und Mäntel kundig machten.
Es blieb noch ein bisschen Zeit bis zum Beginn der Bundesliga, also ab in einen Massagesalon. Eine Stunde Fußmassage, ein Traum! Dabei wurde für uns dann auch von der Soap zu Olympia umgeschaltet. Währen der Massage hatte man oft das Gefühl, dass man auch einiges versteht, ohne die Sprache zu können.

Im Anschluss an die Massage ging es dann wieder ins "Spot". Bayern gegen Dortmund wurde gezeigt, und da Shanghai ein Dorf ist, traf man dort auch wieder einige Leute vom Teppanyaki, die auch in der Barbarossa Bar ein paar Tage zuvor waren.
Für Jojo die Dortmunder Aufstellung mal in chinesischen Schriftzeichen:

Nach dem Spiel dann mit dem Taxi ins Hotel, kurz frisch gemacht und auf ins "Attica". Ein Club am Bund (der Fluss). Dort fand eine Privatparty auf der Terasse statt, zu der man uns freundlicherweise einschleuste. Dort trafen wir dann auch auf Conni und Alex (2 weitere Kollegen), mit denen wir dann (mit Mao Shirts) feierten.


Danach ging es dann nur noch ins Mao, ein anderer Club, und schlussendlich ins Hotel.

Hier noch viele weitere Bilder:


http://www.majhost.com/cgi-bin/gallery.cgi?f=183014